Unter den kleineren Gebirgen Europas gehört der Harz zu den bekanntesten und vielseitigsten. Mitten in ihm, im romantischen Bodetal, liegt Rübeland mit seinen Höhlen. Eine Fülle verschiedener und doch schöner Landschaftsbilder drängt sich in diesem Mittelgebirge auf engem Raum zusammen.

Hier fließt die Bode - im Sommer meist friedlich, im Winter brausend und schäumend - zwischen hohen Kalkwänden dahin. Wildromantische Berge sind von dunklen Fichtenwäldern überzogen. Die Flora des 476 m hohen Bielsteins bietet eine Vielzahl seltener Pflanzen, während Flur und Wald einen Reichtum an Pilzen und Beerengestrüpp aufweisen.

  

Auch die Tierwelt ist trotz Industrialisierung noch reichhaltig. Der letzte Bär wurde zwar um 1700 und der letzte Wolf um 1800 erlegt, aber Rot- und Schwarzwild durchstreifen noch in stattlichen Rudeln Wald und Schluchten. Die gefiederten Waldsänger erfreuen den Wanderer mit ihrem vielstimmigen Konzert. Über 600 verschiedene Pflanzenarten gibt es im Territorium um Rübeland. Damit nimmt Rübeland einen Spitzenplatz im Harz ein, während es auf der gesamten Harzhochfläche durchschnittlich 200 Arten weniger sind.

   

Weithin bekannt aber wurde Rübeland durch seine Tropfsteinhöhlen. Nachweisbar zog schon im 16.Jahrhundert die Baumannshöhle mit ihren finsteren Labyrinthen viele Menschen in ihren Bann. Später waren es Tausende, die die Baumanns- und Bielshöhle besuchten, und heute sind es jährlich zwischen 250.000 bis 300.000 Bewunderer die sich die Zeit nehmen um die einzigartige und faszinierende Welt der Tropfsteine in der Baumanns- und Hermannshöhle zu besichtigen. Ein besonderes Erlebnis sind die Veranstaltungen im Goethesaal der Baumannshöhle.

 

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